Historische Karte Egmating

Die Geschichte Egmatings

Das Gebiet um Egmating war spätestens ab 500 vor Christus von den Kelten besiedelt, allerdings wurde die keltische Kultur in der Römerzeit völlig aufgesogen. Der Verlauf einer römischen Konsularstraße von Regensburg über Sempt nach dem römischen Straßenort „Insisca“ (heute Kleinhelferndorf) war Grundstock der späteren festen Ansiedlung. In den ersten Urkunden der Jahre 794 und 802 im Freisinger Traditionsbuch heißt die Siedlung „Ehamoinga“.

Orthofen war Sitz eines herzoglichen Amtes, wo seit dem 12. Jahrhundert ein Ortsadel nachweisbar ist, der gleichzeitig Amtmann und Scherge war. Egmating als Sitz eines Untergaues und einer Schranne war Ausgangspunkt für diesen Amtssitz.

Als herzogliches Lehen kam 1449 die „Prunnhueb und Lehen“ an die Münchener Ratsfamilie der Schrenks. Neben der Hofmarkfreiheit für Egmating erwaben die Schrenks auch dieselbe für Höhenkirchen. Der Besitz kam an Freiherr von Horn, Graf Arco auf Zinneberg und Freiherr von Büssing. Graf Arco hatte eine Brauerei gegründet, die weithin wegen ihres guten Bieres bekannt war, 1927 jedoch an die Paulaner-Thomas-Brauerei in München verkauft wurde.

Die Geschichte des Wappens von Egmating.

Im September 1969 beschließt der Gemeinderat die Einführung eines Gemeindewappens. Die Gemeinde wird durch die Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns beraten. Diese ist der Auffassung, daß zur sinnbildlichen Darstellung der Ortsgeschichte auf ein Wappensymbol der früheren Hofmarksherren von Egmating zurückgegriffen werden sollte.

Das Wappenbild der Familie von Wolframsdorf (aufspringender Wolf, der ein Hirschgeweih im Maule trägt), sei wegen seiner Originalität besonders für die Verwendung geeignet, da das Symbol der Schrenks (aufwärts zeigender Pfeil) schon sehr häufig in anderen bayerischen Gemeindewappen erschienen.
Dabei hat die Generaldirektion nicht berücksichtigt, daß die Familie von Wolframsdorf nur eine Generation in Egmating ansäßig waren und der aufspringende Wolf, mit dem Hirschgeweih im Maul, wenig auf die Gemeindegeschichte hinweist.

Am 20.03.1970 wird der Gemeinde (auf Antrag vom 10.12.1969) die Zustimmung zur Annahme des Wappens vom Bayerischen Staatsministerium des Innern erteilt.